Mehrheit der Deutschen wünscht Pflichtfach Informatik

Pflichtfach Informatik Laut einer aktuellen Studie des IT-Branchenverbandes Bitkom wünscht sich die Mehrheit der Deutschen mit 69% Informatik als Pflichtfach ab der weiterführenden Schule. 84% stimmen zu, dass digitale Kompetenzen allgemein einen höheren Stellenwert erhalten sollten.

Informatik bedeutet nicht ausschließlich Programmieren zu lernen (obwohl selbst dies 61% der Befragten befürworten würden). Es geht um ein grundsätzliches Verständnis, wie Abläufe in der Informationstechnologie funktionieren. Dabei spielen sowohl Hardware als auch Software eine Rolle. Zu den Themen der Informatik gehören zum Beispiel

  • Datenbanken,
  • Netzwerke,
  • Kryptographie und
  • Algorithmen

Aber auch spannende Themen, die mit dem Umgang der Medien einhergehen wie

  • Datensicherheit,
  • Datenschutz oder
  • Urheberrecht.

Viele der Themen können sehr gut an Anwendungen erlernt werden, die die Schüler bereits in ihrem täglichen Umfeld umgeben: Suchmaschinen, soziale Netzwerke, Lernsoftware und Smartphone-Apps. Die Einschätzung vieler Bürger ist, dass dadurch auch Lernspaß vermittelt werden kann. So enthalten die meisten Kurse auch einen Einblick in die Entwicklung von Spielen.

Vorteile im Alltag und der Berufswelt

Durch eine umfassende Einführung erlangen die Schüler Sicherheit, sich in der digitalen Welt zurecht zu finden. Und dies ist nicht nur eine Vorbereitung auf die Arbeitswelt, sondern direkt auch hilfreich für den privaten Alltag. Die Vorbereitung auf die Berufswelt ist dennoch ein weiterer positiver Aspekt. Zum einen kommen IT-Lösungen überall zum Einsatz, sodass eine souveränere Nutzung ermöglicht wird. Zum anderen erweitert es aber auch die Möglichkeiten bei der Berufswahl – denn IT-Fachkräfte werden händeringend gesucht, Tendenz steigend. Mit einem frühzeitigen Einblick in die Möglichkeiten der IT werden Studien- und Ausbildungsabbrüche verringert.

Wer einen Einblick erhält, kann digitale Technologien besser verstehen, nutzen und an eigene Bedürfnisse anpassen. Durch Hintergrundwissen ist es ebenso möglich, die Nutzung im Einzelfall zu hinterfragen. Somit werden mündige Bürger geschaffen, die Einfluss auf den Umgang mit ihren Daten nehmen können.

Bildungspolitik ist Ländersache

Jedes Bundesland hat sein eigenes Bildungssystem. So ist in Bayern Informatik bereits seit 2005 ein Pflichtfach. Innerhalb Deutschlands sollte es jedoch gleiche Bildungschancen geben und Schüler mit vergleichbaren Fähigkeiten die Schule verlassen. Der Umgang mit dem Fach Informatik ist in den Bundesländern noch sehr unterschiedlich. Immerhin gibt es Informatik als Wahlfach in den meisten Bundesländern in der Sekundarstufe eins (Klasse fünf bis zehn).

Schulen noch nicht vorbereitet

Der Weg zu einer strukturierten Einführung dieses Faches ist allerdings noch lang. Schritt eins ist immerhin Teil des aktuellen Koalitionsvertrages: Die Ausstattung an Schulen (wir haben darüber berichtet aus Lehrersicht und aus Schülersicht). Es fehlt oftmals noch an schneller Internetanbindung und WLAN ebenso wie die Hardware an Computern. Schritt zwei erfordert sowohl einen Lehrplan als auch eine passende Ausbildung und Qualifizierung der Lehrkräfte (siehe Artikel Digitaler Wandel in der Schule). Erst dann ist eine sinnvolle Umsetzung des Faches Informatik flächendeckend möglich.

Wenn Sie nicht warten wollen und können bis die Schule Ihrem Kind den Umgang mit gängigen Programmen, die sichere Nutzung des Internets oder das Programmieren beibringt, werfen Sie einen Blick auf unsere Computerkurse für Kinder und Jugendliche.

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