Damit Vokabeln haften bleiben

Vokabeln merkenWer eine neue Sprache lernt, muss die fremden Wörter üben - daran führt kein Weg vorbei. DAS LERNSTUDIO Wattenscheid gibt Tipps mit denen das auch Erwachsenen leichter fällt.

Bevor Sie mit dem Vokabeln lernen loslegen, gibt es ein paar Fragen zu beantworten: Was für ein Vokabeln-Lerntyp bin ich eigentlich? Brauche ich ein Bild, um mir das Wort merken zu können? Muss ich es aufschreiben, damit ich es behalten kann, oder fällt es mir leichter, wenn ich mir die Vokabeln laut vorlese?

Zudem sollten Sie versuchen herauszufinden, welche Wörter Ihnen schwer fallen und warum: Ist es die Schreibweise? Ist es die Aussprache, oder kennen Sie womöglich das deutsche Pendant gar nicht?

Wichtig ist, dass man regelmäßig und in Ruhe übt. Auch sollte die Stoffmenge überschaubar sein - mehr als 20 neue Vokabeln pro Lerneinheit sind nicht sinnvoll. Und es sollte Spaß machen, denn nur dann lernt man gern.

 

Der Tick mit den Zetteln

Vokabeln, die man optisch mit ihrer jeweiligen Bedeutung verbindet, bleiben den meisten Menschen nachhaltig in Erinnerung. Eine Methode, mit der sich wunderbar im ganzen Haus oder in der Wohnung Wörter lernen lassen, sind Haftnotizen: Einfach auf Gegenstände in Küche, Bad und Wohnzimmer kleine Zettelchen mit der englischen , spanischen oder französischen Bezeichnung kleben - so lernt man Vokabeln, etwa „the fridge" für den Kühlschrank, gleich beim Frühstück mit. Ein weiterer Trick: Klebezettel in verschiedenen Farben für Verben, Substantive und Adjektive benutzen.

Vokabeln in den Kasten packen

Besonders in dem ersten Sprachenlernjahr empfiehlt sich ein Vokabelkasten. Denn das System kommt den Lernprozessen in unserem Gehirn entgegen. Entweder man kauft einen - samt fertiger Karteikarten - oder man erstellt selbst einen. Die Karten können dann individuell beschriftet werden. Auf die eine Seite schreit man das Wort in der Fremdsprache, auf die andere Seite seine deutsche Übersetzung. Ein schöner Nebeneffekt: Man lernt beim Notieren die Vokabeln gleich das erste Mal mit. Wichtig: bei Substantiven immer den Artikel, bei Verben die Konjugationen mit aufschreiben.
Den Karteikasten unterteilt man in fünf Fächern - das vordere ist das kleinste, nach hinten werden die Fächer größer. Neue Vokabeln kommen in die erste Abteilung. Wird das Wort beherrscht, kommt die Karte weiter nach hinten, in das zweite Fach. Jedes falsche Wort bleibt im ersten. Das vordere Fach sollte täglich, die folgenden jeweils wieder nach fünf Tagen geübt werden, sodass das letzte Fach etwa alle drei Wochen drankommt.

Hey Wuffi, hör mal zu!

Sich die neuen Wörter nur richtig zu merken bringt nicht viel, wichtig ist auch, die Aussprache zu trainieren. Denn die Vokabeln bleiben besser haften, wenn man sie auch benutzt. Zudem bettet man das neue Wort gleichzeitig in einen Satz ein - das schult das Verständnis für die Grammatik und Struktur der Fremdsprache.
Ideal ist es, wenn man einen Muttersprachler kennt, dem man das Erlernte vorträgt. Ansonsten ist auch der treue vierbeinige Gefährte oder der Partner bzw. die Freundin ein guter Zuhörer.

Vokabeln statt Musik

Sollten Sie viel mit Bus oder Bahn unterwegs sein, können Sie bequem mit Ihrem MP3-Player lernen. Mit einem Mikrofon und einem Computer lassen sich die Vokabeln aufnehmen und später auf dem Player abspielen. So lernt man gleich doppelt - beim Erstellen der Datei und beim Abhören.

Einen Wortschatz erschließen

Gute Lernerfolge verzeichnen Lernende, wenn sie sogenannte Vokabelnetze erstellen. Hier notiert man auf einem Blatt in der Mitte einen Hauptbegriff und sammelt dazu passende Vokabeln, die weiter verzweigen. Jedes Vokabelnetz gehört auf ein eigenes Blatt. Diese lassen sich gut in einem Ordner sammeln. So kann man die Blätter immer wieder zum Lernen und Wiederholen herausnehmen und das Vokabelnetz ergänzen, wenn neue passende Wörter hinzukommen. Statt eines Netzes kann man auch eine andere Form wählen, etwa einen Stammbaum.

Merken und zuordnen

Mit einem Vokabelmemory übt man nicht nur den Wortschatz, sondern trainiert auch noch sein Gedächtnis. Auf eine Karte wird die neue Vokabel in der Fremdsprache notiert, auf eine andere die deutsche Übersetzung, sodass sich am Ende jeweils Wortpaare ergeben. Nun werden die Karten mit der unbeschrifteten Seite nach oben auf dem Tisch gut durchgemischt und verteilt. Wie beim normalen Memory müssen nun die Wortpaare wiedergefunden werden. Wer die meisten Paare findet, gewinnt.

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