Erstsprache wichtig für weiteren Spracherwerb

Sprachen lernen - Muttersprache als Basis In Deutschland wachsen sehr viele Kinder mehrsprachig auf. Neben Deutsch wird in den Familien oft die Sprache des Herkunftslandes gesprochen. Da die Erstsprache als Grundlage für den weiteren Spracherwerb wichtig ist, gibt es im Land NRW – ergänzend zur Förderung der deutschen Sprache – herkunftssprachlichen Unterricht.

Vorteile von Mehrsprachigkeit

Menschen, die mehrsprachig aufwachsen, haben das Potenzial zu einer höheren geistigen Flexibilität. Das ist darauf zurück zu führen, dass jede Sprache auch immer ihre Umwelt abbildet. Dies erkennt man zum Beispiel besonders gut an Sprichwörtern. So ist das Begreifen und Erleben der Welt, wenn man mehrsprachig aufwächst, umfassender.

Durch das erweiterte Sprachrepertoire können neue Sprachen leichter erlernt werden. Unterschiedliche Konzepte und zugrundeliegende Grammatiken sind intuitiv bekannt, sodass weitere Sprachmuster leichter verarbeitet werden können.

Ein dritter Aspekt ist interkulturelle Kompetenz, die mit einem mehrsprachigen Aufwachsen einhergeht. Wer unterschiedliche Sprachkonzepte und damit verbundene Weltanschauungen gelernt hat, kann sich leichter in andere hinein versetzen und versteht intuitiver, dass es Unterschiede zwischen Kulturen gibt.

Dass durch das mehrsprachige Aufwachsen oder auch das frühe Erlernen Änderungen im Gehirn stattfinden ist durch wissenschaftliche Studien belegt - es werden bestimmt Regionen im Gehirn stärker ausgebildet. Diese dienen vor allem der Kontrollfunktion, um zwischen den Sprachen zu wechseln. Allerdings wird dies auch auf andere Gebiete übertragen und positive Auswirkungen auf die Aufmerksamkeitskontrolle setzen ein.
Daher ist es durchaus sinnvoll, bereits im Kindesalter mehr als nur die Muttersprache zu erlernen. Dem tragen wir im Lernstudio Wattenscheid mit unseren Kindersprachkursen Rechnung.

Neben den Vorteilen von Mehrsprachigkeit erleben die Kinder oftmals mit Eintritt in die Schule, dass ihre Deutschkenntnisse nicht ausreichend sind: andere Kinder sind im Gebrauch der deutschen Sprache geübter, sie können möglicherweise dem Unterricht nicht gut folgen und sich nicht sicher mit anderen verständigen. Dadurch tritt eine Verunsicherung ein. Hierbei soll ein muttersprachlicher Unterricht helfen. Dort erhalten die Kinder Orientierungshilfen für eine kulturell komplexe Umwelt in Familie und Schule.

Muttersprachlicher Unterricht

Muttersprachlicher Unterricht oder auch Herkunftssprachlicher Unterricht dient dem Zweck, die Mehrsprachigkeit der Kinder zu erhalten und den korrekten Gebrauch der Sprache zu lernen. Es ist zu beobachten, dass ein gutes Niveau in der Erstsprache positiven Einfluss auf die geistige Entwicklung insgesamt und den weiteren Spracherwerb hat. Wenn Kinder in ihrer Erstsprache kommunikative Kompetenzen erlernt haben, können diese leicht für andere Sprachen angewendet werden. Somit wirkt sich die Förderung der Muttersprache auch positiv auf das Deutschlernen aus.

Die Vorteile sind wissenschaftlich belegt. Auch Claudia Maria Riehl, Leiterin des Instituts für Deutsch als Fremdsprache und die Internationale Forschungsstelle für Mehrsprachigkeit, spricht sich für den muttersprachlichen Unterricht aus, der in Bayern abgeschafft wurde.
In NRW gibt es das Angebot für 18 Sprachen und wird in die Schulzeit integriert. Wenn ausreichend Schüler einer Herkunftssprache vorhanden sind, werden Klassen für den Förderunterricht eingerichtet. Im Schuljahr 2016/2017 nahmen nach den offiziellen Schuldaten insgesamt gut 50.000 Schüler das Angebot wahr.

Weitere Informationen erhalten Sie auf dem Bildungsportal des Landes NRW.

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