Welcher Lerntyp ist Ihr Kind und wie unterstützen Sie es am besten?

So unterstützen Sie verschiedene LerntypenVerschiedene Lerntypen brauchen unterschiedliche Arbeitsumfelder und Unterlagen, um sich intensiv und erfolgreich mit Lerninhalten auseinanderzusetzen. Welcher Lerntyp ist Ihr Kind und welche Möglichkeiten gibt es, die verschiedenen Lerntypen zu unterstützen?

 

Je nach Lerntyp eignen sich Menschen die gleichen Sachverhalte auf unterschiedliche Art und Weise an. Das ist auf die abweichende Ausprägung der Sinne zurückzuführen. Die meisten Menschen lernen am besten durch die Beteiligung mehrerer Sinne, wie zum Beispiel dem Sehen und Hören. Sie sind demnach Mischtypen. Prinzipiell entsteht kein Nachteil dadurch, während des Lernens so viele Sinne wie möglich anzusprechen. Dadurch werden mehrere Felder im Gehirn aktiviert und der Lernstoff wird mit vielen Erinnerungen verknüpft.

Zur Bestimmung des Lerntyps wird ein komplizierter Sachverhalt mithilfe verschiedener Techniken erklärt:

  • Ein Bild malen
  • Erklärungen vorlesen
  • Gespräche oder Diskussionen zu der Thematik führen
  • Verstärkt Gesten und Bewegungen nutzen

Weiterhin ist das Umfeld ein wichtiger Faktor. Viele Menschen lernen am besten bei absoluter Stille, andere benötigen jedoch Geräusche um sich herum. Einige beginnen erst zu lernen sobald Zeitdruck entsteht, weil sie dann am effektivsten lernen. Dahingegen werden manche Menschen durch Stress gehemmt und brauchen Zeit.

Visueller Lerntyp

Der visuelle Lerntyp prägt sich Inhalte am besten durch Lesen oder Beobachtungen ein. Trifft dieser Lerntyp auf Ihr Kind zu, nutzen Sie zur Visualisierung der Lerninhalte beispielsweise Mindmaps, Bilder, Grafiken oder Videos. Zur Bearbeitung eines Textes werden am besten verschiedenfarbige Stifte genutzt. Liegen keine Grafiken oder Texte vor, helfen Sie Ihrem Kind dabei, sich Dinge bildlich vorzustellen.

Auditiver Lerntyp

Werden Informationen vorgelesen oder vorgespielt, nimmt der auditive Lerntyp sie optimal auf. Erklären Sie Ihrem Kind die Lerninhalte oder nutzen Sie Tondateien. Weiterhin hilft es, sich die Informationen mehrmals selber laut vorzulesen, um sie sich dauerhaft einzuprägen.

Kommunikativer Lerntyp

Gespräche und Diskussionen führen bei Ihrem Kind zum Erfolg? Dann ist es ein kommunikativer Lerntyp und profitiert beispielsweise von Gruppengesprächen und Rollenspielen zu bestimmten Themen. Regen Sie es in Gesprächen durch weitere Nachfragen und Widersprechen dazu an, über das Thema nachzudenken.

Motorischer Lerntyp

Ihr Kind verknüpft Informationen am besten mit Bewegungen? Das trifft beim motorischen Lerntyp zu. Hier ist das Leitbild "learning by doing". Lassen Sie Ihr Kind Dinge ausprobieren und nachbauen oder helfen Sie ihm bei der Assoziation von Lerninhalten mit Haptik, Gestik und Mimik. Weiterhin sind Rechenaufgaben für diesen Lerntyp leichter zu lösen, wenn er Materialien zur Versinnbildlichung nutzt und dabei Bewegungen ausführt.

Fazit

Jedes Kind lernt mit unterschiedlichen Hilfsmitteln besser. Daher ist eine individuelle Förderung sehr wichtig, bei welcher sich der Lehrende sowohl an die Lerngewohnheiten als auch an die Lerngeschwindigkeit des Kindes anpasst.

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