Gebrauchsanweisung für den Umgang mit Fehlern

fehler korrekturIm Leben machen wir ständig Fehler, mit denen wir möglichst konstruktiv umgehen lernen müssen. In der Schule wird dagegen meistens Stoff behandelt, bei dem der Weg zur richtigen Lösung bereits feststeht. Fehler können Vorboten von Lösungen sein und schon deshalb dürfen in der Schule nicht prinzipiell Fehler nur vermieden werden. Eltern empfehlen wir ein 4-Punkte-Programm für die Bewältigung von Fehlern in der Schule und bei den Hausaufgaben. 


1. Entdramatisieren
Dazu gehört vor allem eins: ehrlich sein. Auf keinen Fall versuchen, den Fehler des Kindes zu kaschieren, ihn anderen in die Schuhe zu schieben oder ihn zu verharmlosen. Besser ist es, dem Kind zu vermitteln: Du hast einen Fehler gemacht, das Ergebnis ist nicht schön, aber das macht nichts. Ich mache auch Fehler! Entdramatisieren bedeutet aber nicht, zu bagatellisieren oder nicht ernst zu nehmen. Es bedeutet, Solidarität mit demjenigen zu zeigen, der einen Fehler macht. Es kann schließlich jedem von uns passieren. Aussagen wie "Jetzt hast du schon wieder einen Fehler gemacht!" dramatisieren die Situation. Wird ein Fehler als schlimm wahrgenommen, will man sich damit lieber nicht mehr beschäftigen. Dadurch wird die Situation nicht besser.
2. Spuren suchen
Inszenieren Sie die Erkundung des Lösungswegs als kleines gemeinsames Abenteuer. Ermuntern Sie das Kind zum Nachdenken: "Komm, wir wollen mal herauskriegen, was eigentlich schieflief. Was meinst du, könnte der Grund sein?" Finden Sie mit dem Kind heraus, wie es auf seine Lösung kam. Respektieren Sie seine Ideen und Vorstellungen. Nie vergessen: Auch hinter falschen Ergebnissen können logische Gedankengänge stecken.
3. Clever unterstützen
Nur durch eine wiederholende Paukerei versteht man das Problem nicht besser. Wer ständig die gleichen Fehler macht, ahnt aber oft schon, wie man besser ans Ziel kommen könnte. Fragen Sie Ihr Kind. Ob es an einem unruhigen Platz in der Klasse liegt oder an falschen Lerntechniken, kann Ihnen nur Ihr Kind selbst verraten. Gehen Sie es gelassen an: Zusammen intelligente Lösungen zu finden braucht Zeit.
4. Orientierung bieten
Wenn Eltern früh vorleben, wie sie entspannt-kreativ mit den Fehlern von sich und ihrer Kinder umgehen, kann der Nachwuchs sich daran orientieren. Ab der 7. Klasse fehlt vielen Eltern ohnehin das Fachwissen, um bei den Hausaufgaben unterstützen zu können. Im Idealfall haben Schüler bis dahin eigene Strategien entwickelt, wie sie Fehler und Schwierigkeiten wirkungsvoll angehen können.
Im Rahmen der Nachhilfe vermitteln wir Lerntechniken zum konstruktiven Umgang mit Fehlern. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern oder nutzen Sie das Kontaktformular.

 

 

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